Es gibt einiges Neues in der Fasnet. Der literarische Ausschuss
hat getagt, die Partypässe sind vorbereitet, mehrere Tausend
Luftballons warten aufs Aufpumpen und das erste Stück des
Narrenzeppelins auf die Narrenbrüste, an denen es Haltung
finden wird.
Im ersten Jahr sind es die Bächlesfischer, die auf dem Zeppelin-Heck
Platz finden. Weitere Masken werden in den kommenden Jahren folgen,
so dass sich ein echter Narr nach sieben oder acht Jahren den
Narrenzeppelin komplett an die Brust stecken kann – Sammler
aufgepasst, hier lockt ein mutmaßliches Objekt der Begierde.
Auch die Orden werden in den kommenden Jahren ähnlich aussehen.
Mit wechselnden goldenen Masken in der Mitte erscheinen sie edel
närrisch und können sich sehen lassen.
Neu und für Jugendliche wichtig ist der Party-Pass. Da Jugendlichen
der Personalausweis zur Besuchskontrolle nicht mehr für die
Dauer einer Veranstaltung abgenommen werden darf, da die neuen
Chips auslesbar sind, gibt es die Party-Pässe, die im Internet
geladen und mit Bild ausgedruckt werden können. Die Veranstalter
behalten dann die Party-Pässe und geben sie beim Verlassen
der Veranstaltung an die Eigentümer wieder zurück. Damit
ist dem Datenschutz Rechnung getragen und die Kontrolle, dass
unter 18 Jährige nicht nach Mitternacht unterwegs sind, ist
ebenfalls gegeben. Ohne Party-Pass gibt es bei der Fasnet auch
keinen Einlass, an den Kassen gibt es noch einige für diejenigen,
die ihn noch nicht haben.
Für die Bälle sind rund 70 Helfer derzeit auf den Beinen,
schmücken das Graf-Zeppelin.-Haus und leisten Akkordarbeit,
am Samstag steigt dort die Seniorenfasnet als erster Komplett-Durchlauf
des Bürgerball-Programms. Unter dem Motto „Dschungelball
im Gockelstall“ wird die Bühne mit einem Affentempel
versehen, in dem der Elferrat Platz findet, mit bunten Urwald-Accessoires
und origineller Aufmachung geschmückt. Seniorenfasnet und
Bürgerbälle begrüßen Großwildjäger,
Kannibalen und sonstige Gestalten, unter denen auch Tarzan und
Jane nicht fehlen dürfen.
Eine weitere Neuerung bei der Straßenfasnet wird zum einen
ein bewirtetes Zelt auf dem Adenauerplatz, zum anderen am Bromigen
Freitag der wieder eingeführte Stadtwackel sein. Treffpunkt
für diesen närrischen Zug durch die Gemeinde, zu dem
auch die Häfler eingeladen sind, ist um 20 Uhr an besagtem
Zelt. Das steht bei Heka und wird mit rund fünf mal zehn
Metern Anlaufstelle und Treffpunkt sein, soll die Präsenz
der Narren in der Stadt zeigen und die Straßenfasnet über
den Narrensprung am Samstag, 18. Februar, hinaus wieder mehr in
der Stadt verankern.
(Bericht Schwäbische Zeitung)